Der Rahmen
Das ursprüngliche Material für Siebdruckrahmen war Holz. Durch die geringe Feuchtigkeits- und Chemikalienbeständigkeit sowie die ungenügende Formstabilität der Holzrahmen hat sich dann der Metallrahmen durchgesetzt. Dieser weist meist ein Vierkantprofil auf und ist auch mit einer hohen Siebspannung, wie sie heute gewünscht wird (15-20 Newton), noch biegestabil und verwindungsfest. Große Siebdruckrahmen bestehen wegen des besseren Handlings meist aus Aluminium. Für sehr große Formate muß dickwandiges Alu-Profil verwendet werden, damit es keinen Spannungsverzug das Rahmens gibt.
Das Bespannen der Rahmen übernimmt heute meistens ein spezieller Spannservice. Beim Bespannen ist darauf zu achten, daß Kett- und Schußfaden rechtwinklig zum Rahmen befestigt werden und die Kettrichtung in Rakelrichtung verläuft.
Beim Bespannen von Rahmen für den Mehrfarbendruck sollten möglichst alle Rahmen gleichzeitig bespannt werden. Alle Siebdruckrahmen müssen dabei die gleiche Gewebespannung aufweisen, was für eine hohe Paßgenauigkeit Voraussetzung ist. Während des Spannens ist auf ausreichende Anpassungszeiten zu achten, um eine Überdehnung zu verhindern. Dadurch kann der Spannungsabfall eines frisch gespannten Siebes in Grenzen gehalten werden.
Für das Verkleben des Gewebes mit dem Rahmen wird ein Zweikomponentenkleber verwendet, der mit einem Schutzlack gegen Lösemittel und andere Chemikalien überzogen wird.